Alternativen
Eine fail2ban-Alternative mit einem Dashboard für alle deine Server
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Kurz gesagt
fail2ban ist hervorragend in einer Sache: Es liest ein Log und sperrt die Adressen, die zu oft scheitern. Es ist kostenlos, läuft vollständig lokal und kommt mit jedem Logformat zurecht, für das du einen Filter schreiben kannst. Was fehlt, ist der Überblick über mehrere Server. Selbst gehostete Oberflächen wie Fail2Ban UI liefern ihn, aber du musst sie selbst installieren, absichern und betreiben. InfraFence wird mit einem Befehl pro Server installiert, du betreibst keinen eigenen Server dafür, und es erkennt mehr als Brute-Force in Logs: Web-Angriffe, Bots, Malware, Dateiänderungen und was den Server verlässt. Beide können nebeneinander laufen.
fail2ban und InfraFence im Vergleich
- Was es ist
- fail2ban: Ein Dienst auf jedem Server, der Adressen sperrt, die er in Logs findet
- InfraFence: Ein Agent auf jedem Server und ein gehostetes Dashboard für alle
- Dashboard für viele Server
- fail2ban: Keines eingebaut; es gibt selbst gehostete Oberflächen, die du installierst und betreibst
- InfraFence: Enthalten, ohne etwas zu hosten; Teammitglieder und Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Einrichtung
- fail2ban: Ein Paket aus der Distribution, danach Jails und Filter konfigurieren
- InfraFence: Ein Befehl, mit vorheriger rein lesender Prüfung des Servers
- Was es liest
- fail2ban: Jedes Log, über Filter mit regulären Ausdrücken, die du selbst schreiben kannst
- InfraFence: Eingebaute Erkennung für SSH (15 Muster), E-Mail, Datenbanken, FTP und Web-Logs; Regeln der Web-Firewall, die du ändern oder ergänzen kannst
- Wiederholungstäter
- fail2ban: Längere Sperren mit der Option bantime.increment
- InfraFence: 24 h, 7 Tage, 30 Tage, dann dauerhaft, fest eingebaut; optional auf alle deine Server übertragen
- Web-Angriffe und Bots
- fail2ban: Filter für bestimmte Muster in Web-Logs
- InfraFence: Eine Web-Firewall mit Punktwertung und rund 1.500 erkannte Bots, jeder erlaubt, protokolliert oder blockiert
- Ausgehender Verkehr und DNS
- fail2ban: Nicht abgedeckt
- InfraFence: Jede DNS-Anfrage ihrem Programm zugeordnet; Verbindungen zu bekannten bösartigen Adressen
- Malware und Dateiintegrität
- fail2ban: Nicht abgedeckt
- InfraFence: Malware-Scanner mit Quarantäne; Überwachung von Systemdateien, Cron, systemd und SSH-Schlüsseln
- Die Ursache beheben
- fail2ban: Nicht abgedeckt
- InfraFence: 40 bis 50 Härtungsprüfungen, je nach Server; Korrekturen werden nach der Änderung geprüft und zurückgenommen, wenn SSH oder eine Website ausfällt
- Warnungen
- fail2ban: E-Mail oder ein beliebiger Befehl, über Actions, die du konfigurierst
- InfraFence: E-Mail in jedem Tarif; Slack, Discord, Telegram und Webhooks ab Basic
- Ohne Internetverbindung
- fail2ban: Funktioniert vollständig offline
- InfraFence: Muss das InfraFence-Dashboard erreichen
- Preis
- fail2ban: Kostenlos (GPLv2)
- InfraFence: Kostenlos für 1 Server; ab 8,90 € pro Server und Monat
Angaben zu fail2ban mit Stand Oktober 2026, aus seiner Dokumentation; Angaben zu Fail2Ban UI aus seiner README. fail2ban ist freie Software unter der GPLv2; InfraFence ist ein kostenpflichtiger Dienst mit einem kostenlosen Tarif für einen Server.
Was fail2ban gut macht
fail2ban schützt SSH-Server seit vielen Jahren. Es ist klein, in jeder Distribution als Paket verfügbar und leicht zu durchschauen: Ein Jail beobachtet ein Log, ein Filter erkennt die Fehlversuche, eine Action sperrt die Adresse. Schreibt deine Anwendung ein Log in einem eigenen Format, schreibst du einen Filter, und fail2ban schützt auch sie. Nichts verlässt den Server, und du musst kein Konto anlegen.
fail2ban ein Dashboard geben
Schon bei einer Handvoll Servern lautet die Frage bald: Was wurde wo gesperrt, und warum? fail2ban beantwortet sie Server für Server, mit fail2ban-client.
Selbst gehostete Oberflächen schließen diese Lücke. Fail2Ban UI, ein Open-Source-Projekt unter der AGPL-3.0, verwaltet fail2ban auf mehreren Hosts von einer Oberfläche aus, mit Suche, Entsperren, Bearbeiten von Jails und Warnungen. Es ersetzt fail2ban nicht: Es verbindet sich mit jeder Instanz über SSH, über einen eigenen Agenten oder lokal. Du betreibst es selbst, als Container oder systemd-Dienst, hältst es hinter einem Reverse Proxy oder VPN vom öffentlichen Internet fern und gibst ihm auf jedem Host ein Dienstkonto mit sudo-Rechten.
Das passt gut, wenn alles auf deiner eigenen Infrastruktur laufen soll. Wenn du lieber keinen weiteren Dienst betreiben und absichern willst: Das Dashboard von InfraFence ist gehostet, und jeder Server braucht nur den Agenten.
Was InfraFence über SSH-Logs hinaus ergänzt
Brute-Force ist der lauteste Angriff, nicht der gefährlichste. InfraFence deckt ihn ab und schaut dann weiter:
- Eine Web-Firewall, die jedem Besucher aus den Logs des Webservers einen Risikowert gibt: erst gedrosselt, dann blockiert, dann gesperrt.
- Bot-Verwaltung: rund 1.500 Bots erkannt, gefälschte Suchmaschinen-Bots entlarvt.
- Erkennung von ausgehendem Verkehr und DNS: Jede DNS-Anfrage wird dem Programm, der Prozess-ID und dem Benutzer zugeordnet, die sie gestellt haben, sodass ein kompromittierter Server auffällt, der Kontakt zu seinen Angreifern aufnimmt.
- Ein Malware-Scanner und Integritätsüberwachung von Systemdateien, Cron, systemd-Units und SSH-Schlüsseln.
- Risikobewertung von SSH-Sitzungen: wer angemeldet war, als etwas anderes anschlug.
- Härtungsprüfungen mit Korrekturen, die nach der Änderung geprüft und zurückgenommen werden, wenn SSH oder eine überwachte Website nicht mehr antwortet.
fail2ban und InfraFence zusammen betreiben
Die beiden vertragen sich: Beide verwerfen nur Verkehr. InfraFence hält seine Regeln in eigenen INFRAFENCE-Chains und rührt die Chains von fail2ban nicht an. Wird ein SSH-Angreifer von beiden gesperrt, geht nichts kaputt; die Adresse ist einfach doppelt blockiert.
Eine übliche Aufteilung: fail2ban-Jails für eigene Anwendungslogs behalten, die nur du zu lesen weißt, und InfraFence SSH, E-Mail, Datenbanken, FTP und das Web überlassen, mit einem Überblick über alle Server.
Wann fail2ban die bessere Wahl ist
Bleib bei fail2ban, wenn:
- du ein kostenloses Werkzeug willst, das vollständig lokal läuft, ohne Konto und ohne externen Dienst;
- es dir vor allem darum geht, anhand eigener Logformate zu sperren, mit Filtern, die du selbst schreibst;
- du ein oder zwei Server betreibst und fail2ban-client dir als Überblick reicht;
- die Server offline oder physisch vom Netz getrennt sind: InfraFence muss sein Dashboard erreichen.
InfraFence neben fail2ban hinzufügen
fail2ban läuft weiter, während du es ausprobierst. Bevor etwas installiert wird, läuft eine rein lesende Prüfung.
- 01
Installations-Token erzeugen
Öffne im Dashboard Server › Server hinzufügen. Das Token gilt einmal und läuft nach einer Stunde ab.
- 02
Den Agenten als root installieren
Die Prüfung meldet fail2ban als aktiv und kompatibel. Deine Jails werden nicht verändert.
curl -fsSL https://github.com/infrafence/infrafence-agent/releases/latest/download/install.sh | sudo bash -s -- --token <TOKEN> - 03
Im Überwachungsmodus vergleichen
Der Überwachungsmodus erkennt alles und blockiert nichts. Vergleiche, was InfraFence meldet, mit dem, was fail2ban sperrt:
fail2ban-client status sshd - 04
Entscheiden, welche Jails bleiben
Behalte die Jails für deine eigenen Anwendungslogs. Wenn du willst, schalte die ab, die InfraFence jetzt abdeckt, etwa sshd, und starte fail2ban neu.
Fragen zu fail2ban und InfraFence
Gibt es ein fail2ban-Dashboard für mehrere Server?
In fail2ban ist keines eingebaut. Selbst gehostete Oberflächen wie Fail2Ban UI verbinden sich mit mehreren fail2ban-Instanzen; du installierst und betreibst sie selbst. InfraFence enthält ein gehostetes Dashboard für alle Server, ohne dass du etwas betreiben musst.
Können fail2ban und InfraFence auf demselben Server laufen?
Ja. Beide verwerfen nur Verkehr, und InfraFence rührt die Chains von fail2ban nicht an.
Kann InfraFence meine eigenen Anwendungslogs lesen wie ein fail2ban-Filter?
Nicht auf dieselbe Weise. InfraFence hat eingebaute Erkennung für SSH, E-Mail, Datenbanken, FTP und Webserver, und du kannst Regeln der Web-Firewall ändern oder ergänzen. Für ein beliebiges Logformat ist ein fail2ban-Filter das richtige Werkzeug.
Schickt InfraFence meine Logs irgendwohin?
Nein. Nur Sicherheitsereignisse verlassen den Server: Adresse des Angreifers, Art, Zeit und die Details, die man zum Verständnis braucht. Vollständige Logs und Dateien bleiben auf dem Server.
Was kostet es?
Ein Server ist kostenlos, mit vollem Schutz. Die bezahlten Tarife kosten 8,90 €, 18,90 € oder 28,90 € pro Server und Monat, bei jährlicher Abrechnung 20 % weniger.
Kostenlos auf 1 Server testen
Starter schützt einen Server vollständig, kostenlos und ohne Kreditkarte.
- 01
Erstelle ein kostenloses Konto und öffne dann Server › Server hinzufügen, um dein Installations-Token zu erhalten. Es ist eine Stunde gültig.
Token erstellen - 02
Führe dann als root auf dem Server aus:
curl -fsSL https://github.com/infrafence/infrafence-agent/releases/latest/download/install.sh | sudo bash -s -- --token <TOKEN>
Quellen, geprüft im Oktober 2026
fail2ban und Fail2Ban UI sind die Namen ihrer jeweiligen Projekte. InfraFence ist mit ihnen weder verbunden noch von ihnen unterstützt.
